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Lysistrata

Premiere der Theatergruppe des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums mit einer Neuinterpretation von Aristophanes` Komödie „Lysistrata“ am 22.11.2001

Make love – not war! Dieser allseits bekannte Spruch entstand vor etwas über 30 Jahren zur Zeit der Flower-Power-Generation und plädierte für das Ende des amerikanischen Vietnam-Krieges. Er ist heute, in der Zeit des Krieges in Afghanistan und der Abstimmung im deutschen Bundestag über einen Auslandseinsatz der Bundeswehr, offenbar wieder eine Diskussionsgrundlage bei der Frage, wie eine Gesellschaft mit dem Phänomen des Krieges umgehen kann.
Und doch ist genau diese Frage auch schon vor über 2000 Jahren bei den Alten Griechen diskutiert worden, beispielsweise zur Zeit des Peloponnesischen Krieges, also 431-404 v. Chr. Der Dichter Aristophanes nahm sich damals der Frage erstaunlicher Weise in Form einer Komödie an und verfasste seine „Lysistrata“, in der er dieses Problem auf den „Kampf der Geschlechter“ ausweitete. Er stellt in seinem Stück dar, dass nicht nur die gesamte Wirtschaft und die Staatskasse unter den schwerwiegenden Folgen, die der langjährige Krieg mit sich bringt, leiden, sondern auch das gemeine Volk. Während die Männer „tapfer“ als Soldaten kämpfen, müssen die Frauen den Haushalt führen, die Kinder erziehen und auch das Sexualleben lässt zu wünschen übrig. Deshalb überzeugt die Athenerin Lysistrata ihre Geschlechtsgenossinnen aus dem gesamten Peleponnes, dass ein Ende des seit zwei Jahrzehnten tobenden Krieges nur durch ein spezifisch weibliches Druckmittel erzwungen werden könne, nämlich die konsequente sexuelle Verweigerung gegenüber den Männern. Wer wissen will, ob dieser Plan schließlich erfolgreich sein wird, sollte am 22. oder 23.11. ins Vilsbiburger Gymnasium kommen.
Die knapp 20 Mitglieder der Theatergruppe des MMG haben nämlich über ein Jahr intensiv geprobt, um dieses anspruchsvolle Stück in Szene zu setzen und auch neu und aktuell zu interpretieren, so dass eine „Lysistrata 2001“ entstanden ist. In der kommenden Woche ist es nun soweit, dass sie sich mit ihrer Inszenierung der Öffentlichkeit stellen. Die beiden Vorstellungen finden in der Aula des Maximilian-von-Montgelas-Gymnasiums statt, und zwar am 22. und 23. November; Beginn ist jeweils um 19.00 Uhr. Wer sicher einen Sitzplatz ergattern möchte, kann im Sekretariat des MMG unter der Nummer 08741/96520 eine Karte reservieren und bis eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn am Einlass abholen. Der Eintritt ist frei, Spenden sind jedoch herzlich willkommen.
Was letztlich bleibt, ist immer die gleiche Frage, auf der Bühne und in der Wirklichkeit, damals wie heute: Wird sich die Menschheit weiterhin bekriegen oder wird sie am Ende doch noch vernünftig?

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