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Maximilian-von-Montgelas Gymnasium

     

Verkehrserziehung am MMG: Aufmerksamkeit/Ablenkung im Straßenverkehr – ein Projekt für die Q11

„Das Daddeln am Handy ist eine super Idee, wenn man früh sterben will.“ So provokativ beginnt ein Film, der sich dem Thema der Aufmerksamkeitsillusionen widmet. Denn Wissenschaftler der Universität Virginia in den USA haben ein statistisch fünffach erhöhtes Unfallrisiko ausgemacht, wenn der Autofahrer während der Fahrt das Handy benutzt.

Aber nicht nur die Handynutzung birgt Gefahren, es gibt viele weitere Ablenkungsmöglichkeiten während der Teilhabe am Straßenverkehr: angefangen bei Plakatwänden, Infobannern und großflächiger Werbung in der Landschaft über die zahlreichen Bedienungselemente im Auto bis hin zum Beifahrer, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Unfallgefahr ist folglich groß, die Sensibilisierung dafür eher gering. Die Polizei setzt sich mit diesen Gefahrenquellen schon seit längerem auseinander, das Kultusministerium ebenso. Deshalb entstand die Idee eines Projekts, die Jahrgangsstufe 11 des MMG – also die Führerscheinanwärter – mit der harten Realität der erhöhten Unfallgefahr im Zusammenhang mit diesem Thema zu konfrontieren.

An der Polizeihochschule der Oberpfalz in Sulzbach-Rosenberg wurde von jungen Anwärtern dazu ein ansprechendes Projekt mit dem Namen „Aufg‘merkt“ entwickelt, das ein Theoriemodul und zwei Praxismodule umfasst. Diese wurden in Zusammenarbeit mit der Polizeiinspektion Vilsbiburg und dem Referenten PHK Christian Meinl weiterentwickelt und mit aktuellem Zahlenmaterial belegt. Initiiert und organisiert wurde das Projekt für die 85 Schülerinnen und Schüler von Frau Dr. Siegelin vom MMG. Gerade der Praxisteil wurde von den Teilnehmern als gewinnbringend eingestuft. Auf dem Gelände der Jugendverkehrsschule in Vilsbiburg verdeutlichten die Übungen zu Reaktionszeiten und Anhaltewegen bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten, welche Aktionen der Umgebung nicht mehr wahrgenommen werden, wenn der Fahrer z.B. durch das Bedienen des Navigationsgeräts abgelenkt wird. Ziel war es, die Gruppe der jungen Fahranfänger zu informieren und sensibilisieren, damit sie Ablenkungen im Vorfeld realisieren, beide Hände immer am Lenkrad haben, um sich und andere im Straßenverkehr nicht zu gefährden.

StDin Dr. Ulrike Siegelin, Sicherheitsbeauftragte